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Tag der offenen Tür 2015

  • Einladung zum Tag der offenen Tür 2015

Tag der Offenen Tür - 4

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ImageSchulleiter des IBB. Herr Alexander Weiger

Als erstes möchte ich mich Ihnen vorstellen. Mein Name ist Alexander Weiger. Ich bin Politikwissenschaftler, unterrichte hier die Fächer Deutsch und Gesellschaftskunde und bin nebenbei noch der Schulleiter des IBB.
Zunächst möchte ich über die formelle Ausbildung in unserer „Ergänzungsschule für islamische Geistliche“ sprechen.
Das Studium dauert insgesamt sechs Jahre und ist in ein dreijähriges Grundstudium und ein dreijähriges Hauptstudium aufgeteilt. Im Grundstudium soll den Schülern das nötige Handwerkszeugs mit auf den Weg gegeben werden, das für die Absolvierung des Hauptstudiums unerlässlich ist. Im Hauptstudium wird dann, aufbauend auf die Grundkenntnisse in Arabisch, Koran und Religion, die im Grundstudium erworben wurden, Logik, Koraninterpretation, Dialektik, Prophetenüberlieferungen und Leben des Propheten gelehrt. Außerdem werden die Schüler im Grundstudium auch Türkisch- und Kunstunterricht haben und die Fächer Deutsch und Gesellschaftskunde werden sie ihre ganze Studienzeit über begleiten. .Dadurch soll die Artikulationsfähigkeit der Schüler verbessert werden und sie sollen fundierte Kenntnisse über die deutsche und europäische Kultur, Geschichte und Gesellschaft erwerben. Damit soll es ihnen ermöglicht werden, einen Dialog mit den Behörden und den verschiedenen gesellschaftlichen und religiösen Gruppen aufzubauen. Denn nur durch eine Zusammenarbeit mit möglichst vielen gesellschaftlichen Gruppen können Vorurteile abgebaut werden und so das Gebäude einer friedlichen und multikulturellen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts errichtet werden.
Neben der normalen schulischen Ausbildung legen wir besonderen Wert auf die Charakterbildung der Jugendlichen. Im Sinne des Sufismus wollen wir erreichen, dass unsere Schüler solche Tugenden wie Brüderlichkeit, Nächstenliebe, Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit, Bescheidenheit, Hilfsbereitschaft, Respekt und Anstand verinnerlichen.
Moses sprach: „O Herr, wer ist der gerechteste Deiner Diener?“ Gott antwortete: „Wer den anderen so behandelt, wie sich selbst.“
Dieser Ausspruch Gottes ist die Grundregel allen tugendhaften Verhaltens. Wer ihn beherzigt, zeigt automatisch Respekt im Umgang mit seinem Mitmenschen und verhält sich brüderlich. Das Gebot der Brüderlichkeit ist für den Muslim dasselbe wie für den Christen die Nächstenliebe. Gott kann man am besten dienen, indem man dieses göttliche Gebot befolgt: „Und dient Allah und setzt Ihm nichts an die Seite. Und seid gut zu den Eltern, den Verwandten, den Waisen, den Armen und dem Nachbarn, sei er einheimisch oder aus der Fremde, zu den Kollegen [und] den Reisenden“ (Die Frauen, Vers 36). So verstehen wir unsere Religion und so wollen wir sie unseren Schülern auch vermitteln.