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Herr Dr. Köhler lud uns freundlicherweise zu einem Besuch in das Abgeordnetenhaus Berlin ein, um ihm bei seiner Arbeit über die Schulter zu schauen. Zehn Schüler und drei „Funktionäre“ kamen der Einladung nach.

Zu Beginn unseres Besuchs wurde uns ein informativer Film über die mehr als hundertjährige Geschichte des Berliner Abgeordnetenhauses gezeigt.

Besonders die Bilder aus der Frühzeit des Stadtparlaments erfreuten das Auge. Im Anschluss an die Filmvorführung führte uns unsere Betreuerin durch das Parlamentsgebäude und erklärte uns sehr fachkundig die Besonderheiten der Parlamentsarbeit. Danach durften wir für eine Stunde auf der Besuchertribüne Platz nehmen, um der Diskussion im Plenum zu folgen. Das Thema der Diskussion war die Erweiterung der A100 und die Redner der einzelnen Fraktionen sparten nicht mit Polemik gegenüber dem jeweiligen politischen Gegner. Die Schüler waren erstaunt darüber, dass im Plenum so lebhaft diskutiert wird und die Redner immer wieder mit Zwischenrufen von Parlamentariern anderer Fraktionen bombardiert wurden.

 

Zum Schluss unseres Besuches lud uns Herr Dr. Köhler zu einem persönlichen Gespräch ein und nahm sich dabei viel Zeit für uns. Er erklärte uns den Tagesablauf eines Parlamentariers mit Ausschussarbeit, Parlamentssitzungen und sonstigen Pflichten. Niemand von uns hatte erwartet, dass die Arbeit eines „Teilzeitabgeordneten“ soviel Zeit in Anspruch nehmen würde. Da bleibt natürlich für Zivilberuf und Privatleben nicht mehr viel Zeit übrig. Nach dem eineinhalbstündigen Gespräch verließen wir dann das Parlamentsgebäude und genossen unsere Freizeit. Herr Dr. Köhler musste noch bis 23:00 der Sitzung beiwohnen. Beneidet hat ihn von uns darum niemand.